<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>frankenschulz.de :: blog &#187; Random</title>
	<atom:link href="http://frankenschulz.de/blog/category/random/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://frankenschulz.de/blog</link>
	<description>supplementary weblog to frankenschulz.de</description>
	<lastBuildDate>Mon, 05 Sep 2011 18:55:28 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.1.4</generator>
		<item>
		<title>Die Alleskönner</title>
		<link>http://frankenschulz.de/blog/2010/10/26/die-alleskonner/</link>
		<comments>http://frankenschulz.de/blog/2010/10/26/die-alleskonner/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 26 Oct 2010 14:01:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frankenschulz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politics]]></category>
		<category><![CDATA[Random]]></category>
		<category><![CDATA[article]]></category>
		<category><![CDATA[science]]></category>
		<category><![CDATA[SZ]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://frankenschulz.de/blog/?p=552</guid>
		<description><![CDATA[[Süddeutsche Zeitung vom 23.10.2010, V2/9] Die Alleskönner von Marlene Weiss Physiker gelten als Vorzeige-Generalisten. Nur ein Viertel von ihnen arbeitet im angestammten Beruf &#8211; doch auch die anderen haben Erfolg Oliver Plohl mag seine Arbeit &#8211; sehr sogar. Bei einem Münchner Unternehmen entwickelt er Modelle, die Banken verwenden, um Kreditausfallrisiken einzuschätzen. &#8220;Damit habe ich es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[Süddeutsche Zeitung vom 23.10.2010, V2/9]</p>
<p><strong>Die Alleskönner</strong><br />
von Marlene Weiss</p>
<p><em>Physiker gelten als Vorzeige-Generalisten. Nur ein Viertel von ihnen arbeitet im angestammten Beruf &#8211; doch auch die anderen haben Erfolg</em></p>
<p>Oliver Plohl mag seine Arbeit &#8211; sehr sogar. Bei einem Münchner Unternehmen entwickelt er Modelle, die Banken verwenden, um Kreditausfallrisiken einzuschätzen. &#8220;Damit habe ich es perfekt getroffen&#8221;, sagt der 34-Jährige. &#8220;Das ist quasi VWL-Grundlagenforschung, das macht mir Spaß.&#8221; Enzyklopädisches Wirtschaftswissen braucht er nicht für seine Tätigkeit, aber Sinn für Zahlen, solide Programmierkenntnisse und die Fähigkeit, sich schnell in neue Gebiete einzuarbeiten. Daher findet er, dass sein Job gut zu seiner Ausbildung passt: Als Physiker hat er das schließlich gelernt. Auch wenn es nicht jeder so glücklich trifft: Solche Karrieren sind unter Physik- Absolventen nicht die Ausnahme, sondern der Normalfall. Laut einer aktuellen Studie der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) arbeiten 75 Prozent aller Physiker nicht in ihrem Fach &#8211; und sind oft dennoch durchaus erfolgreich. &#8220;Physiker landen überall; oft in Versicherungen, in der Finanzbranche oder in Ingenieurbüros&#8221;, sagt Lutz Schröter von der DPG.</p>
<p>Auch Schröter selbst ist es so ergangen: Der promovierte Physiker arbeitet hauptberuflich bei Volkswagen im Controlling. Unter seinen Kollegen sind viele Physiker, sie arbeiten Seite an Seite mit den Ingenieuren. Ein Physiker sei dabei eher für die Grundlagen zuständig, während ein Ingenieur oft Pragmatiker sei: &#8220;Beide zusammen machen ein gutes Team aus&#8221;, sagt Schröter.</p>
<p><img class="image" title="Berufe" src="http://frankenschulz.de/blog/images/die-alleskoenner.jpg" alt="" width="230" height="319" />Auch wegen ihrer vielseitigen Einsetzbarkeit sind die Chancen für Physiker auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor gut. Die DPG geht davon aus, dass jährlich branchenübergreifend etwa 4900 Stellen frei werden, für die auch Physiker infrage kommen. Und der spezifische Bedarf an Physikern soll noch steigen, bis 2028 voraussichtlich von derzeit 2500 auf 3600 im Jahr. Auch die Gehaltsaussichten sind erfreulich. Zehn Jahre nach dem Examen verdienten Absolventen des Jahrgangs 1997 durchschnittlich 71 600 Euro im Jahr, 7300 Euro mehr als der akademische Durchschnitt.</p>
<p>Schon als Oliver Plohl sein Physikstudium begann, sah er sich nicht zwangsläufig bis zur Rente im Labor stehen. &#8220;Ich bin davon ausgegangen, dass ich damit auch einen anderen Job ausüben kann&#8221;, sagt er. Und spätestens gegen Ende des Studiums war er sicher, dass er lieber in der Wirtschaft als in der reinen Forschung arbeiten wollte.<span id="more-552"></span></p>
<p>Trotzdem machte er nach dem Diplom noch eine Doktorarbeit, auch, um noch einige Jahre von der Unabhängigkeit in der akademischen Welt zu profitieren. Damit ist es jetzt vorbei; er hat weniger Freiheit und nicht mehr unbegrenzt Zeit, um an der perfekten Lösung für eine Fragestellung zu feilen. Aber Plohl gefällt das &#8211; schließlich kommen so auch schneller Ergebnisse heraus.</p>
<p>Es gibt jedoch auch Physiker, die an dieser Umstellung scheitern. &#8220;Wir haben schon erlebt, dass Wissenschaftler diesen Kulturschock nicht verkraften, das ist eine Typfrage&#8221;, sagt Egbert Schark, Geschäftsführer und Mitgründer bei der Unternehmensberatung D-Fine in Frankfurt. Die naturwissenschaftliche Prägung ist ein Markenzeichen des Unternehmens: 80 Prozent der etwa 300 Berater bei D-Fine sind Physiker oder Mathematiker &#8211; auch Schark selbst hat am Genfer Forschungszentrum Cern und in Mainz in Atomphysik promoviert.</p>
<p>An Physikern schätzt Schark, dass sie technisches Verständnis und analytisches Denken mitbringen, das nötige Fachwissen eigneten sie sich meist schnell an. So kann D-Fine seinen Kunden eine Komplettbetreuung anbieten, von der strategischen Beratung bis hin zur fertigen IT-Umsetzung des Risikomanagements &#8211; die naturwissenschaftlich geschulten Mitarbeiter sind Alleskönner.</p>
<p>Voraussetzung seien jedoch gute kommunikative Fähigkeiten und die richtige Einstellung, sagt Schark: &#8220;Der Kunde hat für sein gutes Geld Anspruch auf eine gute Dienstleistung.&#8221; Und das bedeute eben auch, im festgelegten Zeitrahmen fertig zu werden und die Vorgaben des Kunden zu akzeptieren. Nicht allen Physik-Absolventen, die direkt von der Universität kommen, fällt das leicht.</p>
<p>Und die anderen? Knapp sieben Prozent der Physiker in Deutschland, auch das hat die Studie der DPG ergeben, arbeiten als Dozenten und Professoren an Hochschulen; weitere zehn Prozent sind als wissenschaftliche Mitarbeiter, Doktoranden oder in verwandten wissenschaftlichen Berufen tätig. Sie schätzen meist die relative Freiheit und die intellektuelle Herausforderung, die ihnen die Forschung bietet. Aber wer sich für eine Karriere in der Forschung entscheidet, sollte wissen, worauf er sich einlässt: &#8220;Dass es so hart sein würde, hätte ich nicht gedacht&#8221;, sagt der Physiker Martin Krüger, der seinen richtigen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte.</p>
<p>Nach der Promotion war er jeweils für einige Jahre auf Postdoc-Stellen im Ausland, jetzt hat er eine Assistenzprofessur &#8211; befristet. Was danach kommen soll? Krüger weiß es nicht. &#8220;Einen permanenten Job zu bekommen, ist das Schwerste, im Nachhinein war alles andere kein Problem&#8221;, sagt er. Aber feste Stellen sind rar, zumal in den vergangenen Jahren vor allem befristete Positionen ähnlich seiner jetzigen geschaffen wurden: Mit Fördermitteln des Bundes entstanden etwa allein zwischen 2002 und 2004 circa 800 Juniorprofessuren, mit denen jungen Wissenschaftlern der Einstieg in die Forschungskarriere erleichtert werden sollte, etwa die Hälfte davon im naturwissenschaftlichen Bereich. Hinzu kommen Stipendien für Nachwuchsforscher wie das Emmy-Noether-Programm.</p>
<p>Doch reguläre Professuren sind nach wie vor knapp. Laut dem Bundesbericht zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses werden auch in Mathematik und Naturwissenschaften jährlich imMittel etwa doppelt so viele Forscher habilitiert wie neu auf Professuren berufen werden, &#8220;wobei der Ausstieg aus der angestrebten wissenschaftlichen Karriere für diejenigen, die nicht berufen werden, mit erheblichen Problemen verbunden ist&#8221;, wie es in dem Bericht heißt. Trotzdem will Martin Krüger nicht jammern, denn er liebt sein Fach und die wissenschaftliche Arbeit. &#8220;Für mich war immer klar, dass ich Forschung in der Physik machen möchte, das hat mich einfach am meisten interessiert.&#8221; Darum hat er die Entscheidung für das Physikstudium trotz allem nie bereut. Und damit steht er nicht allein: Der Anteil der Physik-Absolventen, die sich auch einige Jahre nach dem Abschluss wieder für ihr Fach entscheiden würden, liegt gemäß der DPG-Studie bei 87 Prozent &#8211; mehr als bei allen anderen Fachrichtungen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://frankenschulz.de/blog/2010/10/26/die-alleskonner/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Standardsituationen der Technologiekritik</title>
		<link>http://frankenschulz.de/blog/2010/01/05/standardsituationen-der-technologiekritik/</link>
		<comments>http://frankenschulz.de/blog/2010/01/05/standardsituationen-der-technologiekritik/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 05 Jan 2010 22:24:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frankenschulz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Random]]></category>
		<category><![CDATA[article]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[MERKUR]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://frankenschulz.de/blog/?p=538</guid>
		<description><![CDATA[[MERKUR 727/2009] Internetkolumne: Standardsituationen der Technologiekritik Von Kathrin Passig Der Anthropologe Brent Berlin und der Linguist Paul Kay beschrieben 1969 in einer Studie über die Farbbezeichnungen unterschiedlicher Kulturen die immer gleiche Abfolge der beobachteten Entwicklungsstufen. Kulturen mit nur zwei Farbbegriffen unterscheiden zwischen »hellen« und »dunklen« Tönen. Kennt eine Kultur drei Farben, ist die dritte Farbe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Volltext im MERKUR" href="http://www.online-merkur.de/seiten/lp200912adz.htm">[MERKUR 727/2009]</a></p>
<p><strong>Internetkolumne: Standardsituationen der Technologiekritik</strong><br />
Von Kathrin Passig</p>
<p>Der Anthropologe Brent Berlin und der Linguist Paul Kay beschrieben 1969 in einer Studie über die Farbbezeichnungen unterschiedlicher Kulturen die immer gleiche Abfolge der beobachteten Entwicklungsstufen. Kulturen mit nur zwei Farbbegriffen unterscheiden zwischen »hellen« und »dunklen« Tönen. Kennt eine Kultur drei Farben, ist die dritte Farbe Rot. Wenn sich die Sprache weiter ausdifferenziert, kommt zuerst Grün und/oder Gelb und danach Blau hinzu. Alle Sprachen mit sechs Farbbezeichnungen unterscheiden Schwarz, Weiß, Rot, Grün, Blau und Gelb. Die nächste Stufe ist Braun, dann erscheinen in beliebiger Reihenfolge Orange, Rosa, Violett und/oder Grau, ganz zum Schluss taucht Hellblau auf.</p>
<p>Die Reaktion auf technische Neuerungen folgt in Medien und Privatleben ähnlich vorgezeichneten Bahnen. Das erste, noch ganz reflexhafte Zusammenzucken ist das »What the hell is it good for?« (Argument eins), mit dem der IBM-Ingenieur Robert Lloyd 1968 den Mikroprozessor willkommen hieß. Schon Praktiken und Techniken, die nur eine Variante des Bekannten darstellen – wie die elektrische Schreibmaschine als Nachfolgerin der mechanischen –, stoßen in der Kulturkritikbranche auf Widerwillen. Noch schwerer haben es Neuerungen, die wie das Telefon oder das Internet ein weitgehend neues Feld eröffnen. Wenn es zum Zeitpunkt der Entstehung des Lebens schon Kulturkritiker gegeben hätte, hätten sie missmutig in ihre Magazine geschrieben: »Leben – what is it good for? Es ging doch bisher auch so.«</p>
<p><span id="more-538"></span>Weil das Neue eingespielte Prozesse durcheinanderbringt, wird es oft nicht nur als nutzlos, sondern als geradezu lästig empfunden. Der Student Friedrich August Köhler schrieb 1790 nach einer Fußreise von Tübingen nach Ulm: »Zwar wurden vermöge eines landesherrlichen Edicts überal (Wegezeiger) errichtet, aber ihre Existenz war kurz, weil sie der ausgelassene Pöbel an den meisten Orten zerstörte, welches besonders in den Gegenden der Fall ist, wo die Landleute zerstreut auf Höfen wohnen und wenn sie in Geschäften nach der nächsten Stadt oder dem nächsten Dorf kommen, meistens betrunken nach Hause kehren und weil ihnen der Weg bekanndt ist, Wegezeiger für eine unnöthige Sache halten.«</p>
<p>Ähnlich unbegeistert scheinen die Pariser die 1667 unter Louis XIV. eingeführte Straßenbeleuchtung begrüßt zu haben. Dietmar Kammerer vermutet in der Süddeutschen Zeitung, es habe sich bei der häufigen Zerstörung dieser Laternen um einen Protest der Bürger gegen den Verlust ihrer Privatsphäre gehandelt, weil ihnen klar war, »das ist eine Maßnahme des Königs, um die Straßen unter seine Kontrolle zu bringen«. Eine einfachere Erklärung wäre, dass der Bürger auf unbeaufsichtigt in der Gegend herumstehende Neuerungen generell aggressiv reagiert. Zuletzt war es die Deutsche Bahn, die erklärte, der anfängliche Vandalismus an ihren auffälligen Leihfahrrädern habe mittlerweile nachgelassen, die Einwohner hätten sich »an den Anblick der Räder gewöhnt«.</p>
<p>Wenn sich herausstellt, dass das neue Ding nicht so überflüssig ist wie zunächst angenommen, folgt das kurze Interregnum von Argument zwei: »Wer will denn so was?« »That’s an amazing invention«, lobte US-Präsident Rutherford B. Hayes 1876 das Telefon, »but who would ever want to use one of them?« Und von Filmstudiochef Harry M. Warner ist die um 1927 gestellte Frage überliefert: »Who the hell wants to hear actors talk?«</p>
<p>Im Angesicht der Faktenlage – irgendwer will das Telefon dann ja doch benutzen – einigt man sich schließlich auf Argument drei: »Die Einzigen, die das Neue wollen, sind zweifelhafte oder privilegierte Minderheiten.« In den neunziger Jahren hieß es vom Internet, es werde ausschließlich von weißen, überdurchschnittlich gebildeten Männern zwischen 18 und 45 genutzt. Mehr noch, es habe auch keine Chance, breitere Bevölkerungsschichten zu erreichen, denn »Frauen interessieren sich weniger für Computer und scheuen die unpersönliche Öde des Netzes. Im realen, nichtvirtuellen Leben sind Frauen aber die wichtigeren Käufer als Männer. Dem Internet fehlt daher eine maßgebende Käuferschicht.« So schrieb Hanno Kühnert 1997 im Merkur unter dem aufrüttelnden Titel Wenn das Internet sich nicht ändert, wird es zerfallen.</p>
<p>[...]</p>
<p><a title="Volltext im MERKUR" href="http://www.online-merkur.de/seiten/lp200912adz.htm">[weiter im MERKUR]</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://frankenschulz.de/blog/2010/01/05/standardsituationen-der-technologiekritik/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mein Kopf kommt nicht mehr mit</title>
		<link>http://frankenschulz.de/blog/2010/01/05/mein-kopf-kommt-nicht-mehr-mit/</link>
		<comments>http://frankenschulz.de/blog/2010/01/05/mein-kopf-kommt-nicht-mehr-mit/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 05 Jan 2010 22:16:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frankenschulz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Random]]></category>
		<category><![CDATA[article]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[SPIEGEL]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://frankenschulz.de/blog/?p=533</guid>
		<description><![CDATA[[DER SPIEGEL 47/2009] Intelligenz: Mein Kopf kommt nicht mehr mit Von Frank Schirrmacher Wer frisst wen in der digitalen Gesellschaft? Der darwinistische Wettlauf zwischen Mensch und Computer. Was mich angeht, so muss ich bekennen, dass ich den geistigen Anforderungen unserer Zeit nicht mehr gewachsen bin. Ich dirigiere meinen Datenverkehr wie ein Fluglotse den Luftverkehr: immer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Volltext auf SPIEGEL ONLINE" href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,661307,00.html">[DER SPIEGEL 47/2009]</a></p>
<p><strong>Intelligenz: Mein Kopf kommt nicht mehr mit</strong><br />
Von Frank Schirrmacher</p>
<p><em>Wer frisst wen in der digitalen Gesellschaft? Der darwinistische Wettlauf zwischen Mensch und Computer.</em></p>
<p>Was mich angeht, so muss ich bekennen, dass ich den geistigen Anforderungen unserer Zeit nicht mehr gewachsen bin. Ich dirigiere meinen Datenverkehr wie ein Fluglotse den Luftverkehr: immer bemüht, einen Zusammenstoß zu vermeiden, und immer in Sorge, das Entscheidende übersehen zu haben. Ohne Google wäre ich aufgeschmissen und nicht mehr imstande, einen Handwerker zu bestellen oder zu recherchieren.</p>
<p>Dabei fühlte ich mich niemals von Computern überfordert. Ich simse am Stück und weiß, wo ich im Internet Antworten auf meine Fragen finde.</p>
<p>Ich will sagen: Weder bin ich der Amish des Internet-Zeitalters noch ein technologischer Einsiedler. Aber etwas stimmt nicht mehr. Mein Kopf kommt nicht mehr mit. Zwar bilde ich mir ein, dass ich meinen Gesprächspartnern ebenbürtig bin, und ich habe nicht den Eindruck, dass ich heute weniger von der Welt verstehe als früher.</p>
<p>Aber das Problem ist meine Mensch-Computer-Schnittstelle. &#8220;Das Hirn ist nichts anderes als eine Fleisch-Maschine&#8221;, hat leicht verächtlich Marvin Minsky, einer der ersten Forscher auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz, schon vor Jahrzehnten gesagt. Und meine &#8220;Fleisch-Maschine&#8221; ist offenbar nicht mehr besonders gut.</p>
<p>Damit ein leistungsschwaches Handy eine mit technischen Spielereien vollgepackte Website trotzdem darstellen kann, haben die Programmierer eine Methode erfunden, die sich &#8220;graceful degradation&#8221; nennt, auf Deutsch: &#8220;würdevolle Herabstufung&#8221;. Die Website gibt sich gewissermaßen bescheiden, um das Handy nicht in seinem Stolz zu verletzen.</p>
<p>Das Verhältnis meines Gehirns zur Informationsflut ist das der permanenten würdelosen Herabstufung. Ich spüre, dass mein biologisches Endgerät im Kopf nur über eingeschränkte Funktionen verfügt und in seiner Konfusion beginnt, eine Menge falscher Dinge zu lernen.</p>
<p><span id="more-533"></span>Aber ich habe auch meinen Stolz. Ich schließe von meinem Kopf auf viele Köpfe und darauf, dass es mir wie vielen geht: Ich glaube, es hat, um ein Lieblingswort der Informatiker zu zitieren, eine Rückkoppelung stattgefunden, die jenen Teil der Aufmerksamkeit, den wir früher uns selbst widmeten, abzapft, auffrisst und als leere Hülle zurücklässt. Man nennt das &#8220;feed-back&#8221;, wörtlich: eine Rück-Ernährung. Aber wer ernährt sich von unserer Aufmerksamkeit?</p>
<p>Keine SMS, kein Blog, keine E-Mail wird in den Wind gesendet. Keine Suchanfrage, kein Tweet, kein Click geht verloren. Nichts verschwindet, und alles speist Datenbanken. Wir füttern mit unseren Gedanken, Worten und E-Mails das Wachstum eines gewaltigen synthetischen Hirns.</p>
<p>Mir scheint, dass viele Leute gerade merken, welchen Preis wir zahlen. Buchstäblich. Ich bin unkonzentriert, vergesslich, und mein Hirn gibt jeder Ablenkung nach. Ich lebe ständig mit dem Gefühl, eine Information zu versäumen oder zu vergessen. Und das Schlimmste: Ich weiß noch nicht einmal, ob das, was ich weiß, wichtig ist oder das, was ich vergessen habe, unwichtig.</p>
<p>Kurzum: Ich werde aufgefressen.</p>
<p>[...]</p>
<p><a title="Volltext auf SPIEGEL ONLINE" href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,661307,00.html">[weiter auf SPIEGEL ONLINE]</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://frankenschulz.de/blog/2010/01/05/mein-kopf-kommt-nicht-mehr-mit/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bruce Springsteen: Wrecking Ball</title>
		<link>http://frankenschulz.de/blog/2009/10/04/bruce-springsteen-wrecking-ball/</link>
		<comments>http://frankenschulz.de/blog/2009/10/04/bruce-springsteen-wrecking-ball/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 04 Oct 2009 16:11:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frankenschulz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Random]]></category>
		<category><![CDATA[Springsteen]]></category>
		<category><![CDATA[video]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://frankenschulz.de/blog/?p=514</guid>
		<description><![CDATA[Hard times come, and hard times go&#8230; New song! Giants Stadium, 2009-10-02.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Hard times come, and hard times go&#8230;</em> New song! Giants Stadium, 2009-10-02.</p>
<p><a href="http://frankenschulz.de/blog/2009/10/04/bruce-springsteen-wrecking-ball/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://frankenschulz.de/blog/2009/10/04/bruce-springsteen-wrecking-ball/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Unter deutschen Dächern: Berlin Prenzlauer Berg</title>
		<link>http://frankenschulz.de/blog/2009/09/02/unter-deutschen-dachern-berlin-prenzlauer-berg/</link>
		<comments>http://frankenschulz.de/blog/2009/09/02/unter-deutschen-dachern-berlin-prenzlauer-berg/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 19:03:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frankenschulz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politics]]></category>
		<category><![CDATA[Random]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Ostdeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://frankenschulz.de/blog/2009/09/02/unter-deutschen-dachern-berlin-prenzlauer-berg/</guid>
		<description><![CDATA[Die neue Elite vom Prenzlauer Berg Online in der ARD-Mediathek bis 08.09.2009: Wie kein anderes Viertel in Deutschland wurde der Prenzlauer Berg in den vergangenen 20 Jahren umgekrempelt. Aus dem ehemaligen Arbeiterviertel im Berliner Osten ist ein boomender Kiez geworden. Nach der Wende wurde der Prenzlauer Berg zu Europas größtem Sanierungsgebiet: verfallene Altbauten wurden mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die neue Elite vom Prenzlauer Berg</strong></p>
<p><a href="http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/2927784?pageId=&#038;moduleId=799280&#038;categoryId=&#038;goto=1&#038;show=">Online in der ARD-Mediathek</a> bis 08.09.2009:</p>
<p>Wie kein anderes Viertel in Deutschland wurde der Prenzlauer Berg in den vergangenen 20 Jahren umgekrempelt. Aus dem ehemaligen Arbeiterviertel im Berliner Osten ist ein boomender Kiez geworden. Nach der Wende wurde der Prenzlauer Berg zu Europas größtem Sanierungsgebiet: verfallene Altbauten wurden mit massiven Steuergeldern in wenigen Jahren in schick renovierte Fassaden verwandelt. Nirgendwo verlief der Aufbau Ost schneller und drastischer. Innerhalb weniger Jahre wurde die Bevölkerung fast komplett ausgetauscht. Junge Studenten aus dem Westen verdrängten die alten Bewohner, seitdem ist es schick hier zu wohnen. Doch das hat seinen Preis: mit der Sanierung stiegen die Mieten, es folgten teure Läden und zahllose Straßencafés für die neue Schickeria.</p>
<p><a href="http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn~uid,2izivt0y72s3kyha~cm.asp">[Quelle: RB]</a></p>
<object type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/KUgNvoTYHhw" width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/KUgNvoTYHhw" /></object>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://frankenschulz.de/blog/2009/09/02/unter-deutschen-dachern-berlin-prenzlauer-berg/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Canción del Día: Extremadura</title>
		<link>http://frankenschulz.de/blog/2009/06/21/cancion-del-dia-extremadura/</link>
		<comments>http://frankenschulz.de/blog/2009/06/21/cancion-del-dia-extremadura/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 21 Jun 2009 09:27:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frankenschulz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Random]]></category>
		<category><![CDATA[Music]]></category>
		<category><![CDATA[photography]]></category>
		<category><![CDATA[Spain]]></category>
		<category><![CDATA[video]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://frankenschulz.de/blog/?p=438</guid>
		<description><![CDATA[&#8230; de vacaciones! música: Pablo Guerrero &#8220;Extremadura&#8221; fotos: frankenschulz Extremadura Extremadura, campo de toros heridos que no braman. ¿Ocultarán el gemido de su garganta? Extremadura, hombres que rezan a Dios para que llueva. pero ¿quién les asegura la cosecha? Extremadura, soledad llena de encinas sobre campos con veredas, ¿por qué se fueron los hombres de [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8230; de vacaciones!</em></p>
<p><object width="320" height="240" data="http://www.facebook.com/v/92894039754" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.facebook.com/v/92894039754" /></object></p>
<p>música: Pablo Guerrero &#8220;Extremadura&#8221;<br />
fotos: <em>frankenschulz</em></p>
<blockquote><p><em><span id="more-438"></span></em>Extremadura<br />
Extremadura,<br />
campo de toros heridos<br />
que no braman.<br />
¿Ocultarán el gemido<br />
de su garganta?<br />
Extremadura,<br />
hombres que rezan a Dios<br />
para que llueva.<br />
pero ¿quién les asegura<br />
la cosecha?<br />
Extremadura,<br />
soledad llena de encinas<br />
sobre campos con veredas,<br />
¿por qué se fueron los hombres<br />
de sus tierras?<br />
Extremadura,<br />
tierra de conquistadores<br />
que apenas te dieron nada.<br />
Ay, mi Extremadura<br />
amarga<br />
Ay, mi Extremadura<br />
levántate y anda.<em><br />
</em></p></blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://frankenschulz.de/blog/2009/06/21/cancion-del-dia-extremadura/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Canción del Día: Happy 4/20!</title>
		<link>http://frankenschulz.de/blog/2009/04/20/cancion-del-dia-happy-420/</link>
		<comments>http://frankenschulz.de/blog/2009/04/20/cancion-del-dia-happy-420/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 20 Apr 2009 10:19:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frankenschulz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Music]]></category>
		<category><![CDATA[Random]]></category>
		<category><![CDATA[video]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://frankenschulz.de/blog/?p=381</guid>
		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<object type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/k3DYXBL3cD4" width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/k3DYXBL3cD4" /></object>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://frankenschulz.de/blog/2009/04/20/cancion-del-dia-happy-420/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Springtime!</title>
		<link>http://frankenschulz.de/blog/2009/04/10/springtime/</link>
		<comments>http://frankenschulz.de/blog/2009/04/10/springtime/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 10 Apr 2009 20:03:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frankenschulz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Random]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://frankenschulz.de/blog/2009/04/10/springtime/</guid>
		<description><![CDATA[Kirschblüten / Cherry Blossoms Originally uploaded by frankenschulz]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="photo sharing" href="http://www.flickr.com/photos/frankenschulz/3429122591/"><img style="border: solid 2px #000000;" src="http://farm4.static.flickr.com/3325/3429122591_7db11487d2_m.jpg" alt="" /></a></p>
<p><span style="font-size: 0.9em; margin-top: 0px;"><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/frankenschulz/3429122591/">Kirschblüten / Cherry Blossoms</a></p>
<p>Originally uploaded by <a href="http://www.flickr.com/people/frankenschulz/">frankenschulz</a><br />
</span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://frankenschulz.de/blog/2009/04/10/springtime/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Photoshop(ping)</title>
		<link>http://frankenschulz.de/blog/2009/03/09/photoshopping/</link>
		<comments>http://frankenschulz.de/blog/2009/03/09/photoshopping/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 09 Mar 2009 18:32:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frankenschulz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Random]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[photography]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://frankenschulz.de/blog/?p=322</guid>
		<description><![CDATA[Photoshop(ping) in Potsdam via dysternis:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Photoshop(ping) <del datetime="2009-03-10T08:45:52+00:00">in Potsdam</del></p>
<p><em>via <a href="http://blog.mellenthin.de/archives/2009/03/07/photoshop-workshop/">dysternis</a>:</em></p>
<p><a href="http://www.flickr.com/groups/berlin-berlin/discuss/72157611651638765/"><img class="alignnone" src="http://blog.mellenthin.de/wp-content//2009/03/20090307_photoshop_workshop.png" alt="" width="500" height="250" /></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://frankenschulz.de/blog/2009/03/09/photoshopping/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nationalpark Ostdeutschland</title>
		<link>http://frankenschulz.de/blog/2009/03/07/nationalpark-ostdeutschland/</link>
		<comments>http://frankenschulz.de/blog/2009/03/07/nationalpark-ostdeutschland/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 07 Mar 2009 11:33:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>frankenschulz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politics]]></category>
		<category><![CDATA[Random]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Ostdeutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Potsdam]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://frankenschulz.de/blog/?p=314</guid>
		<description><![CDATA[&#8230;Zaun drumherum und zum Naturschutzgebiet erklären: [Tagesspiegel vom 25.02.2009] Demographie: Berlin rettet Brandenburg Eine neue Prognose sieht für 2025 Bevölkerungsverlust in Brandenburg, aber starken Zuzug in stadtnahen Kreisen voraus. Berlin rettet die Mark. Nach einer dem Tagesspiegel bereits vorliegenden Demographie-Prognose für die Hauptstadtregion, erstellt vom dpa-Dienst Regiodata, muss Brandenburg in Ostdeutschland mit Abstand die geringsten Bevölkerungsverluste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;Zaun drumherum und zum Naturschutzgebiet erklären:</p>
<p>[<a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/Brandenburg-Brandenburg-Demographie;art128,2738145">Tagesspiegel</a> vom 25.02.2009]</p>
<h3>Demographie: Berlin rettet Brandenburg</h3>
<p><em>Eine neue Prognose sieht für 2025 Bevölkerungsverlust in Brandenburg, aber starken Zuzug in stadtnahen Kreisen voraus.</em></p>
<p><a href="http://www.tagesspiegel.de/medien/hermes/cme1,260347.html"><img class="image" src="http://www.tagesspiegel.de/storage/scl/hermes/berlin/brandenburg/260347_m1w200q80v22203.jpg" alt="" width="200" height="126" /></a>Berlin rettet die Mark. Nach einer dem Tagesspiegel bereits vorliegenden Demographie-Prognose für die Hauptstadtregion, erstellt vom dpa-Dienst Regiodata, muss Brandenburg in Ostdeutschland mit Abstand die geringsten Bevölkerungsverluste infolge von Abwanderung und Geburtenmangel befürchten. Bis zum Jahr 2025 werden die Einwohnerzahlen in Sachsen um 13 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern um 15,1 Prozent, in Thüringen um 15,2 Prozent und in Sachsen-Anhalt sogar um 18 Prozent dramatisch sinken, während sie in Brandenburg nur um 4,65 Prozent auf 2,41 Millionen Einwohner zurückgehen werden. Berlin kann leichte Zuwächse von 0,17 Prozent auf 3,4 Millionen Einwohner erwarten, so dass die Hauptstadtregion gut dasteht. Grund für die Ausnahmeentwicklung Brandenburgs sind massive Zuzüge in den „Speckgürtel“, die allerdings im Land auch das Bevölkerungsgefälle zur Peripherie verschärfen.</p>
<p><span id="more-314"></span></p>
<p>Trotzdem, das fällt auf, bluten selbst berlinferne Regionen der Mark nicht so stark aus wie andere Gebiete Ostdeutschlands. So befinden sich unter den 15 deutschen Landkreisen mit den größten Rückgängen nur zwei in Brandenburg. Es sind die Stadt Frankfurt (Oder) auf dem vorletzten Platz 438 und Oberspreewald-Lausitz auf Platz 436, während es etwa allein aus Mecklenburg-Vorpommern vier Kreise mit der roten Laterne sind. Und unter den Deutschland-Top 15 der Kreise mit dem größten Einwohnerwachstum finden sich neben 11 Kreisen aus Bayern, einem aus Baden-Württemberg und einem aus Rheinland-Pfalz immerhin zwei aus Brandenburg, und zwar als einzige aus Ostdeutschland: Es sind das Havelland (Platz 11 mit 11,35 Prozent Zuwachs) und überraschend der Barnim (Platz 13 mit 10,99 Prozent). Seit 1990 konzentrierten sich die Zuwächse vorwiegend auf das südliche und westliche Umland.</p>
<p>Allerdings könnte im Land der Kontrast kaum größer sein: In Frankfurt (Oder) wird die Bevölkerung von 61 900 im Jahr 2007 um 28 Prozent auf 44 400 Einwohner sinken, in Oberspreewald- Lausitz von 127 000 auf 91 400. Das alles sind Zahlen, die nach der Landtagswahl am 27. September den Druck wachsen lassen, in Brandenburg mindestens eine „kleine“ Kreisgebietsreform durchzuführen. Die SPD/CDU-Koalition hatte das Thema auf die nächste Legislaturperiode vertagt. Doch steht auch nach dieser Prognose etwa die weitere Kreisfreiheit von Frankfurt (Oder) immer klarer auf der Tagesordnung, ebenso wie die Zusammenlegung von einwohnerschwachen und damit langfristig kaum lebensfähigen Kreisen. Die Prignitz etwa wird 2025 nur noch 66 700 Einwohner haben, eine Fusion mit Ostprignitz-Ruppin (91 400 Einwohner) bietet sich an. Brandenburger Gewinner sind nach Havelland und Barnim die Kreise Oberhavel und Potsdam-Mittelmark, deren Einwohnerzahl um 10 Prozent steigen wird, gefolgt von Märkisch-Oderland mit 6,9 Prozent und Teltow-Fläming mit 3,6 Prozent. Auch hier: Das nördliche und östliche Berliner Umland haben gegenüber dem Südwesten aufgeholt. Spitze im Schrumpfen sind neben Frankfurt (Oder) und Oberspreewald-Lausitz zum einen berlinferne Kreise wie Uckermark (–22,86 Prozent), Prignitz (–22,17 Prozent), Elbe–Elster (–21,12 Prozent), Spree-Neiße (–20,33 Prozent). Zum anderen werden auch die Städte Cottbus und Brandenburg an der Havel etwa jeden vierten Einwohner verlieren. Die Stadt Brandenburg wird dann wohl noch 59 800 Einwohner haben, auch dort droht der Verlust der Kreisfreiheit. Die Landeshauptstadt Potsdam, die in den letzten Jahren rasant wuchs, steht nach der Prognose vor einem eher gedämpften Wachstum, um 0,97 Prozent auf 152 300 Einwohner.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://frankenschulz.de/blog/2009/03/07/nationalpark-ostdeutschland/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

