It’s the boss’s birthday… so, we’re having a party!
Where? Berlin, Wuhlheide! When? Tonight! Who? Frank, Manja, and Pearl Jam!!!
Sat 23 Sep 2006
It’s the boss’s birthday… so, we’re having a party!
Where? Berlin, Wuhlheide! When? Tonight! Who? Frank, Manja, and Pearl Jam!!!
Fri 22 Sep 2006
Yesterday, we’ve been to the exhibition 2005 World Press Photo in Berlin. Amazing pictures, very moving — sometimes you rather want to look away, sometimes you seem petrified by the eyes of a portrait staring at you…
Surprisingly, I and also a friend of mine were most deeply touched by photos of the bereaved of U.S. soldiers who had died in Iraq. There were many other pictures showing more cruel scenes, actually a lot of blood and tortured bodies, or ‘third world’ victims of earthquakes, wars, and hunger — I was wondering, whether even a press photo doesn’t have to show ‘it all’ to be most effective, or if we Europeans are just emotionally closer to the U.S. than to African or Asian countries.
A postcript to the exhibition: It was shown in a shopping mall at Potsdamer Platz — weird , but also a good place to reach as many people as possible. These pictures really made you stop for a minute, watch them, and made you feel bad about going shopping… well, if that’s not something!
Mon 4 Sep 2006
Ein ausgezeichneter Artikel von Nils Klawitter zur Funktionsweise von Public Relations in Politik und Wirtschaft wurde im SPIEGEL 31/2006 veröffentlicht. Produkteinführungen am Markt oder ein neuer Krieg gefällig? Die Meister der Verdrehung stehen Gewehr bei Fuß! Nicht nur den ganz Naiven zur Lekture empfohlen…
[...]
Mindestens 40 Prozent der Informationen einer Tageszeitung, schätzen Medienwissenschaftler, stammen bereits von PR-Agenturen oder aus den Marketingzentralen von Unternehmen, Behörden und Verbänden. Oft kommen die „Nachrichten“ als vermeintliche Studien daher und werden gar nicht mehr als PR wahrgenommen. „Statt Propaganda aufzudecken, sind Medien der Kanal für Propaganda geworden“, sagt John Stauber, Gründer des unabhängigen Nachrichtendienstes PR Watch und Autor mehrerer Bücher über den Einfluss von PR. In Deutschland stehen 30000 Politik- und Wirtschaftsjournalisten bereits 15000 bis 18000 PR-Leuten gegenüber, schätzt der Leipziger Medienwissenschaftler Michael Haller. In den USA hat sich das Verhältnis längst zugunsten der PR-Branche gedreht.
PR habe die große Chance, in den kommenden Jahren „die führende Kommunikationsdisziplin“ zu werden, glaubt Edelman – „noch vor Werbung“, deren simple Verkaufsslogans sich viel schneller abnutzen als die strategische Konspiration der PR-Profis: Geschichten in Medien schleusen, Ereignisse inszenieren, Interviews platzieren, positive Berichterstattung erzeugen – „das kann Werbung nicht“, sagt Edelman stolz.
[...]
Es ist wie in einem Wahlkampf. Manchmal ist es auch wie in einem Krieg. Und bisweilen werden Kriege sogar schon von PR-Profis inszeniert. Längst nicht nur in einem Film wie „Wag the Dog“, wo Dustin Hoffman als alternder Hollywood-Regisseur einen irgendwo in Osteuropa angeblich stattfindenden Krieg inszenierte, um von einer echten Affäre des US-Präsidenten abzulenken.
Man kann sicher sein, dass auch im aktuellen Nahost-Konflikt PR-Leute an allen Fronten arbeiten. Aber man wird es vielleicht nie erfahren – oder erst nach einigen Jahren wie im Fall des ersten Golf-Kriegs.
Als amerikanische Panzer am 27. Februar 1991 auf Kuweit City zurollten, winkten ihnen Hunderte Kuweiter mit kleinen amerikanischen Fähnchen zu. Einige hatten sogar britische Flaggen dabei. Die Amerikaner wurden im damaligen ersten Golf-Krieg als Befreier gefeiert. Das sollten die Bilder zumindest nahelegen.
„Haben Sie sich jemals darüber gewundert, wie Menschen aus Kuweit City, nachdem sie sieben lange und schmerzhafte Monate in Geiselhaft gehalten wurden, in der Lage waren, an kleine amerikanische Flaggen zu kommen?“ John Rendon stellte diese Frage nach dem Krieg in einer Rede vor dem Nationalen Sicherheitsrat – und er fügte an: „Tja, Sie kennen die Antwort. Das war einer meiner Jobs.“ Der Mann ist Chef der Rendon Group, einer PR-Agentur in Washington, deren Spezialgebiet mediale Mobilmachung ist.
Sat 8 Jul 2006
Aufatmen angagt: Der Spuk ist fast vorbei! Hier ein Nachtrag zur Fußball-WM von Michael Rudolf aus dem Rolling Stone, Nr. 5/2006
Was erlauben Fußball?
Im Chor der anschwellenden Fangesänge sind Dissonanzen unerwünscht, vor allem, wenn man “zu Gast bei Freunden” ist. Doch der beängstigende Aufmarsch der Zombies aus Medien, Werbung und Wirtschaft, die sich in diesen Wochen beim Fußball anbiedern, macht eine differenzierte Betrachtung inzwischen unmöglich. Michael Rudolf holte den Knüppel raus.
Ganz Deutschland ist von Fußballfans besetzt Ganz Deutschland? Nein! Eine schweigende Minderheit hört nicht auf, den Eindringlingen Widerstand zu leisten. Eine schweigende Minderheit, die noch resistent ist gegen das allgegenwärtig suppende Großklappengemisch aus Journalistendarstellern, Politikimitatoren, Wirtschaftssimulatoren und Werbeagenturen, dessen durch und durch verkommene Selbstbezogenheit sogar sittlich gefestigte Menschen daran hindert, ein fußball- und damit sorgenfreies Dasein zu fristen. Zu dieser Minderheit bekenne ich mich.
Gerne würde ich behaupten: Fußball ist mir egal. Doch es ist mir aus Gewissensgründen verwehrt. Es gibt kein Entrinnen vor ihm in der unendlichen Tiefe des öffentlichen Raumes. Also bleiben nur Liebe oder Hass. Ich habe mich für den Hass entschieden.
Dabei sind es nicht die “liebenswürdigen Marotten” einiger berufsjunger Männer. Es sind nicht die schmerbäuchigen, stetig biereinträufelnden Familienväter, deren schlachtreife Gattinnen zu kuschen und ihren visuellen Fußballfuror höchstens mit stichwortartigen Kommentaren unterbrechen dürfen.
Es sind nicht die Landbevölkerung und Vorstädte infizierenden Vereine, denen Norbert Blüm vor Jahren attestierte: “Verachtet mir die Vereinsmeier nicht! Sie halten die Gemeinschaft mehr zusammen als kluge soziologische Bücher. In W. gibt es weder Drogensüchtige noch Jugendsekten. Dafür Feuerwehr-, Sport- und Gesangsverein.”
Es sind nicht die alkoholisierten Kollektive, die eine nächtliche Zugfahrt mit minderjährigem Nachwuchs zur existentiellen Erfahrung werden lassen. Es sind nicht die rassistisch, antisemitisch und sexistisch verplombten Hooligans, die sich und andere ins Koma treten und um die körperliche Würde bringen.
Sun 25 Jun 2006
The 25th of June — an important day in history? Because Ecuador is playing soccer against England today?
No! It was five years ago that frankenschulz had to wake up from a dream, finding himself on the Frankfurt airport, back in Germany — back from Kalamazoo!
In honor of this great anniversary, and in honor of this great place — well, let’s say the great people, we’ve met there — somebody should deliver a speech and a toast, right?
I’m not a good talker, so I went back to a better one and found a very appropriate poem by Carl Sandburg for you guys (note that it was already written in 1922!):
The sins of Kalamazoo are neither scarlet nor crimson.
The sins of Kalamazoo are a convict gray, a dishwater drab.
And the people who sin the sins of Kalamazoo are neither scarlet nor crimson.
They run to drabs and grays–and some of them sing they shall be washed whiter than snow–and some: We should worry.
Yes, Kalamazoo is a spot on the map
And the passenger trains stop there
And the factory smokestacks smoke
And the grocery stores are open Saturday nights
And the streets are free for citizens who vote
And inhabitants counted in the census.
Saturday night is the big night.
Listen with your ears on a Saturday night in Kalamazoo
And say to yourself: I hear America, I hear, what do I hear?Main street there runs through the middle of the twon
And there is a dirty postoffice
And a dirty city hall
And a dirty railroad station
And the United States flag cries, cries the Stars and Stripes to the four winds on Lincoln’s birthday and the Fourth of July.
Mon 12 Jun 2006

Mon 12 Jun 2006
(If You Love Your Uncle Same) Bring Them Home…
written by Pete Seeger in 1965, and just released by Bruce Springsteen online:
http://www.brucespringsteen.net/news/
If you love this land of the free
Bring them home, bring them home
Bring them back from oversea
Bring them home, bring them home
Mon 29 May 2006
Folgender Text stammt von Pascale Hugues, in ihren Kolumnen im Tagesspiegel immer eine hervorragende Beobachterin der Deutschen, insbesondere der Berliner:
Einst war der Frühling eine naive, verspielte Jahreszeit. Er gehörte den Verliebten, den Blümelein und den Vögelchen. Das war einmal. Rund um den Schlachtensee animieren die ersten Temperaturschübe heute nicht mehr die Vögel zum Singen, Springen und Scherzen, sondern Bataillone von Joggern zum Keuchen, Spucken und Ächzen.
Die Morgenstunden gehören den Zehlendorfer Damen. Die Kinder sind in der Schule, die Ehemänner schuften im Büro. Der See ist noch kalt und finster, der Himmel leuchtet in zarten Mauve-Tönen. Die Zehlendorferinnen joggen paarweise nebeneinander her, in der gleichen Anordnung wie die Perlenstecker in ihren Ohrläppchen. Sie kultivieren einen lasziven Trott, der eher nach mediterraner Passeggiata aussieht als nach Nordic Walking. An ihren Gürteln baumeln Mineralwasserflaschen. Nach dem Parcours belohnen sie sich mit Cappuccino auf der Terrasse der Fischerhütten.
Sat 20 May 2006
… O.K. by me in America!
That’s what some of my ancestors must have thought… Frank’s new hobby: following Gottlieb Johann Lindekugel and Wilhelm Lindekugel, who emigrated from Germany in the 19th century to Wisconsin, USA:
http://frankenschulz.de/genealogy/lindekugel/
[Franks neues Hobby: auf den Spuren der Lindekugels des 19. Jahrhunderts - aus dem Oderbruch nach Wisconsin, Amerika!]
Immigrant goes to America,
Many hellos in America …
Tue 16 May 2006
Ein neuer Stern am Himmel des WorldWideWeb ist erschienen: http://schiemann-design.de präsentiert das Büro Volker Schiemann Grafik Design aus Potsdam.
Die Firma frankenschulz hatte ihre Hände auch ein bisschen im Spiel…